Mazenauers beste Buchneuheiten 2024
Der Luzerner Regierungsrat Armin Hartmann (rechts) lässt sich von Literaturkritiker Beat Mazenauer (links) eines der vorgestellten Bücher zeigen. In der Bildmitte LGL-Vorstandsmitglied Hans-Rudolf Schärer.
Es ist jeweils mit besonderer Spannung verbunden, wenn Beat Mazenauer gegen Ende Jahr seine «vermutlich besten Buchneuheiten» vorstellt, diese Auswahl «mit sehr beschränkter Haftung», wie er schelmisch anmerkte. Von «Sehr bemerkenswert» über «Ausgezeichnet», über Krimis und Graphic Novels zu Lyrik und Lucernensia reicht jeweils die Auswahl der 25 Lieblingsbücher des Luzerner Literaturvermittlers- und -kritikers. Bücher aus aller Welt, die Welten auftun, auch wenn es sich um Familiengeschichten handelt. Als Beispiele seien die autofiktionalen Werke von Zora del Buono («Seinetwegen») und Martin R. Dean («Tabak und Schokolade») genannt, genauso wie Mariann Bühlers Erstling «Verschiebung im Gestein». Dass Mazenauer auch Bücher vorstellt, die kaum rezensiert werden und in keiner Bestenliste auftauchen, ist lobenswert. Gerade diese Werke am Rande des Literaturbetriebs wecken so manche Neugier. Wer weiss schon von Franz Dodels fortlaufenden Haikus, die mittlerweile bei 48’000 Zeilen angelangt sind? Oder wer kennt Solvej Balles «Über die Berechnung des Rauminhalts III», in dem über die Relativität von Zeit sinniert wird?
Der Abend war wie immer bereichernd, die Begeisterung des frei referierenden Literaturbesessenen Beat Mazenauer ansteckend. Mit sichtlich grossem Interesse und lustvollem Vergnügen verfolgte auch der Luzerner Bildungs- und Kulturdirektor Armin Hartmann die zweistündige «One-Man-Show».
Hans Beat Achermann (Text und Bild)
Die Liste der erwähnten Bücher finden sie hier.